Is tango easy or terribly hard? A graphic artist goes on an adventurous trip into the world of
the tango - discovering, laughing, struggling,despairing, learning. Can I tango? Maybe!

Montag, 10. Juni 2013

Cocooning Phases - Raus aus dem Kokon!



Lernen ist kein gradliniger Prozess. Mehr Wissen, mehr Erfahrung ist nicht immer gleich mehr Meisterschaft. So wie alles in der Natur, so entwickelt sich auch ein Lernprozess in Wellen. Aufstiege, Abstiege, Plateaus, schier nicht enden wollender Stillstand, der aber nur der Vorbote für einen weiteren Anstieg der Lernkurve ist. Auch wenn diese Plateaus manchmal schwer auszuhalten sind (yes, catwoman!), weil scheinbar nichts passiert, obwohl man sich alle erdenkliche Mühe gibt, so sind es doch nur Verpuppungs-Phasen, die den Stillstand brauchen, um auf die nächste Stufe zu "schlüpfen". Und ganz plötzlich, man hat sich schon als Tango-Legastheniker abgestempelt, macht es "Schwupp" und man schlüpft aus dem temporären Kokon, tanzt mit einer zuvor ungekannten Leichtigkeit. Hach! Bei mir hat es am Wochenende im Laufe eines schönen Milonga-Abends mit sehr angenehmen, freundlichen Tänzern "Schwupp" gemacht. Ich bin noch kein schillernder, prächtiger Schmetterling, aber ich kann schon ein wenig flattern!

Das macht Mut, denn die nächste Verpuppungsphase kommt bestimmt, und ich raufe mir wieder die Haare, weil ich keinen spürbaren Fortschritt mache. Dann gehe ich hoffentlich entspannter in den Kokon, weiß ich doch dass danach sich etwas entpuppt...

Learning is not a linear process. More knowledge, more experience do not automatically result in more mastership. As everything in nature, learning works in waves. Ascensions, descents, plateaus, seemingly infinite plateaus with sobering stagnation, which however are only the herald of an upcoming development upwards. Even if plateaus sometimes are hard to bear (yes, catwoman!), since nothing seems to happen even if you do your best to advance, they are only cocooning stages, stagnation we need to be able to hatch into the next stage. And all of a sudden, even though you already believed yourself a tango-legasthenic, it happens and you emerged and step onto the next level, dancing with a before unknown ease. I hatched this week-end during a wonderful milonga with very pleasant dancers. I'm not yet a beautiful, dazzeling butterfly, but at least I can flutter a little!

What an encouragement for the upcoming cocooning-phases! I am sure to be tearing my hair, despairing at my non visible progress. But I will hopefully be more relaxed in my cocoon, knowing that this phase is the forerunner of a bit new step!



2 Kommentare:

  1. Hallo toscabelle, das ist ein schöner Gedanke, den Du beschreibst. Üblicherweise umschreibe ich ähnliche Überlegungen mit dem Begriff "Zeit" oder "Tango lernen als Weg betrachtet". Die Annäherung, die Du gewählt hast, ist viel poetischer. Deine Gedanken geben wieder etwas Kraft, wenn einmal wieder - scheinbar - nichts weiter geht.
    Viele liebe Grüße
    c.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für Deine Gedanken, Cassiel. "Aggressives Zuwarten" nennt ein Bekannter diesen Zustand, weil es uns doch so schwer fällt, eben diese Zeit zu lassen. Der Kokon kam mir als Bild sehr gelegen. Und er ist für alle Lernprozesse anwendbar.
      Viele Grüße retour,
      Toscabelle

      Löschen